Wie sicher sind Architektenhäuser – eine Analyse

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Architektenhäuser stehen für Individualität. In der Regel sind es Bauten, die so einzigartig sind wie der Besitzer selbst. Auch wenn Fertighausproduzenten selbstverständlich auch mit Architekten zusammenarbeiten, erweckt die Bezeichnung Architektenhaus die Vorstellung von auf den Bauherrn passgenau zugeschnittener Form und Großzügigkeit sowie von Freiheit und Reichtum. Dabei sind es nicht allein die finanziell gut ausgestatteten Auftraggeber, die sich ein Architektenhaus leisten. Jeder kann sich heute den Traum eines Architektenhauses erfüllen. Dies ist alles eine Frage der Planung und Kalkulation. Umso wichtiger ist der richtige Rundumschutz für Ihre Immobilie und seine Bewohner.

Doch wie verhält es sich bei Architektenhäusern mit der Sicherheit? Nachdem die Einbruchszahlen über Jahre beständig zugenommen haben, lässt sich erst seit Kurzem ein Rückgang der Delikte verzeichnen. Dennoch besteht kein Anlass zur Beruhigung, denn viele Einbrecher werden nicht einmal gefasst. Um den wachsenden Sorgen der Bürger Rechnung zu tragen, hat die Politik erste Maßnahmen eingeleitet. Das Thema Sicherheit spielt eine immer größere Rolle. Denn Selbstschutz ist Schutz vor Einbruch, auch wenn es kein hundertprozentig sicheres Haus gibt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ein Programm zur Förderung des Einbruchschutzes aufgelegt, die Polizei informiert mit einer eigenen Initiative „Zuhause sicher“. Wie steht das Architektenhaus unter diesem Vorzeichen da? Muss es mehr oder weniger gesichert werden als andere Häuser? Worauf müssen Sie sich als Besitzer eines Architektenhauses einstellen? Und schließlich: Sind Sie in Ihrem eigenen Architektenhaus sicher?

Nicht nur Ästhetik und Energieeinsparung, sondern auch Sicherheit

Bewusst haben Sie sich für ein Architektenhaus entschieden, möglicherweise gerade für eine freie und offene Bauweise – ohne Zäune, ohne Barrieren, ohne Hindernisse. Ihr Haus hat große Glasflächen, die unter Umständen bis zum Boden reichen, und Rasenflächen, die scheinbar nahtlos in ihre Umgebung übergehen? Ein Architektenhaus ist keine Demonstration von Luxus und kein Leben wie auf dem Präsentierteller, sondern kalkulierte Distinktion? Dafür haben Sie sich bewusst entschieden und für Sie ist klar: Ihr Architektenhaus wollen Sie gerade nicht in eine Festung umbauen lassen – aller Reiz dieser einzigartigen Weise, zu wohnen und zu leben, wäre dahin.

Schwachstellen benennen

Die Schwachstellen eines Architektenhauses unterscheiden sich nicht wesentlich von denen eines Fertighauses oder Systembaus. Tatsächlich sind die neuralgischen Punkte eines einzeln stehenden Einfamilienhauses laut der Internetseite bauen.de immer dieselben: Nicht selten offen stehende, meist jedoch unvergitterte Kellerfenster und Keller-Lüftungsschächte, die – oft bodentief reichenden – Terrassentüren vorne, an der Seite und hinten, Garagentore oder Garagen als Hilfe, um höhere Stockwerke zu gelangen, vom Boden aus zu erreichende Fenster sowie die Haustüren. Diese Aufzählung verzeichnet die empfindlichen Stellen auch des Architektenhauses. Dort dringen die Diebe ein, oft in Sekundenschnelle und tatsächlich auch häufig am hellichten Tag.

Sicherheit im Architektenhaus – Maßnahmen ergreifen

Fensterverriegelungen und Aushebelsicherungen, Rollläden, einbruchssicheres Glas etwa für einen Wintergarten, einbruchshemmende Garagentore sowie Bewegungsmelder und Alarmanlagen – es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Haus sicherer machen und vor Einbruch schützen können. Folgen Sie dabei ruhig den Empfehlungen der Polizei und der mit ihr kooperierenden Sicherheitsfachleute. Holen Sie sich bei der Polizei Rat, wie Sie Ihr Anwesen so ausstatten können, dass alle notwendigen Maßnahmen zu Ihrem Schutz und zur Sicherheit Ihres Hauses getroffen werden. Auf Wunsch kommt die Polizei auch zu Ihnen nach Hause und erklärt Ihnen die besten Maßnahmen. Die Freizügigkeit Ihres Architektenhauses büßen Sie damit nicht ein. Im Gegenteil: Ein klug geplantes Architektenhaus ist mit bestimmten Ausstattungsmerkmalen schon auf die neuesten technischen Möglichkeiten vorbereitet.

Staatliche Förderung nutzen

Auch hier gilt: Sicherheitsmaßnahmen kosten Geld. Nutzen Sie die verschiedenen Möglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Im Rahmen eines ihrer Programme – „Altersgerecht Umbauen“ – können Mieter und Eigentümer Zuschüsse in Anspruch nehmen, außerdem zinsgünstige Kredite beantragen. Immerhin in Höhe bis zu 50.000 Euro. Außerdem bezuschusst die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausschließlich Maßnahmen zum Einbruchschutz mit bis zu 1.500 Euro oder 10 Prozent der förderfähigen Kosten.

Die Maßnahmen im Einzelnen

Das Einfachste zuerst: Sicherlich schreckt die meisten Einbrecher die Tatsache, dass jemand im Haus ist, ab. Insofern empfiehlt es sich zunächst einmal, Anwesenheit vorzutäuschen – etwa durch eine Beleuchtung, die mit Zeitschaltuhren gekoppelt ist. Selbstverständlich dürfte auch sein, keine Schlüssel im vorderen Bereich vor dem Haus liegen zu lassen. Auch Einbruchshilfsmittel wie Mülltonnen und Leitern sollten so gesichert sein, dass sie nicht zweckentfremdet werden können. Entfernen Sie außerdem von Eimern, sofern sie draußen stehen bleiben, die Metallgriffe – sie werden gerne als Drahtangeln für den Einbruch durch das Fenster oder die Terrassentür verwendet. Zum Spektrum der durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten Maßnahmen gehören beispielsweise einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren sowie deren Nachrüstung, des Weiteren Nachrüstsysteme für Fenster und für den Einbau von Gittern und Rollläden. Haustechnik dient nicht nur der Energieeffizienz, sondern auch dem Schutz vor Einbruch und Diebstahl: So können Sie also Kamerasysteme, baugebundene Assistenzsysteme wie Gegensprechanlagen sowie infrarotsensible Bewegungsmelder im Verbundsystem einer Hausautomation für die Sicherheit Ihres Architektenhauses einbauen lassen.

Sicherheit als ein Verbundsystem planen

Was den Einbrecher relativ schnell von seinem Vorhaben Abstand nehmen lässt, ist neben Lärm und Licht einfach die übermäßige Investition an Zeit. Dauern seine Anstrengungen zu lang, benötigt er mehr als ein paar Sekunden, bieten ihm Türen und Fenster Widerstand, dann lässt er bald von seinem Vorhaben ab. Schnelligkeit ist schließlich einer seiner Vorteile auf seinen Diebestouren. So ist es ratsam, ein gut aufeinander abgestimmtes Abwehrsystem zu installieren. Mit einer Smart-Home-Installation lässt sich auch Ihr Architektenhaus aus der Ferne steuern. Achten Sie bereits beim Bau darauf, dass die Smart-Home-Technik und baugebundene Assistenzsysteme von vornherein eingeplant und umgesetzt werden. Denn Sie sind bei einem Architektenhaus der Bauherr und Sie sind es, der über Ihre Sicherheit ein Wörtchen mitzureden hat. Bestimmen Sie selbst über Ihre Sicherheit.


Quellen:

Warum effektiver Einbruchschutz nicht billig sein kann

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Absolut einbruchssicher kann ein Haus/eine Wohnung leider nicht sein, daher kommt es immer wieder zu Einbrüchen. Es ist zwar möglich, eine hohe Sicherheit zu erreichen, doch die hat ihren Preis.

Ein möglichst sicherer Einbruchschutz kann dafür sorgen, dass Einbruchsversuche aus Zeitgründen abgebrochen werden. Wie eine Polizeistudie aus NRW zeigt, geben Einbrecher meistens auf, wenn sie länger als fünf Minuten benötigen, um in das Haus oder in die Wohnung zu gelangen. Empfehlenswert ist eine Kombination aus elektronischem und mechanischem Schutz.

Grundlegende Sicherheitsvorkehrungen

Vermeiden Sie gekippte Türen und Fenster während Ihrer Abwesenheit. Blickdichte Sträucher, Zäune und Hecken bieten nicht nur Ihnen, sondern leider auch dem Einbrecher einen Sichtschutz, hinter dem er seine Tat in Ruhe ausführen kann. Verwenden Sie daher besser einen variablen Sichtschutz, den Sie bei Abwesenheit auch beiseiteschieben können.

Mechanische Hindernisse gegen Einbrecher

Zu den besten Sicherheitsvorkehrungen gehören moderne Sicherheitstüren, abschließbare Fenstergriffe, Rollläden, Querriegelschlösser, sichere Schließzylinder, Gitter und Aushebelsperren.

Wer baut oder umbaut, sollte eine einbruchhemmende Eingangstür ins Auge fassen. Bei dieser ist sichergestellt, dass es keine Schwachpunkte in der Konstruktion gibt. Auch eine Nachrüstung einer normalen Tür ist möglich. Türrahmen, Türblätter, Türschlösser, Schließbleche können vom Fachmann aufeinander abgestimmt werden.
Seiteneingänge können Sie mit massiven Schubriegeln, Vorlegestangen oder einem Querriegelschloss sichern. Auch einbruchhemmende Fenster und Terrassentüren sind wichtig für die Sicherheit. Zusätzlich sollten Sie abschließbare Griffe montieren.

Eisengitter bieten einen geeigneten Schutz für Fenster. Auch Türen können Sie mit vorgesetzten Gittern nachträglich sichern.

Für Kellerschächte eignen sich Gitter als fest montierte Abdeckung. Wenn ein Keller frei zugänglich ist, kann sich ein Einbrecher sonst hervorragend weiter vorarbeiten.
Das Haus auf diese Weise aufzurüsten, ist allerdings nicht ganz billig. Schon allein die Sicherheitstüren können schnell mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlagen. Wenn Sie sich das gesamte Sicherheitspaket nicht auf einmal leisten können, sollten Sie zunächst die größten Schwachstellen schützen.

Elektronischer Schutz gegen Einbrecher

Diverse elektronische Mittel können den Schutz perfektionieren. Einfach, aber wirkungsvoll sind Scheinwerfer im Eingangsbereich, die an einen Bewegungsmelder angeschlossen sind. Ein Einbrecher erschreckt und entfernt sich, weil er sich größerer Entdeckungsgefahr ausgesetzt sieht. Bewegungsmelder können auch in eine vernetzte Hausteuerung eingebettet sein. Solche Smart-Home-Systeme sind eine gute Einbruchprävention. Alle Zugänge lassen sich mit Bewegungsmeldern und Sensoren überwachen. Die Bewegungen können per SMS an ein Handy gesendet werden. Mit diesem können Sie auch ein Sirenensignal veranlassen, um den Einbrecher abzuschrecken. Auch Rollläden und Beleuchtung können Sie auf diese Weise fernsteuern. Ein solches Sicherheitsset ist ab etwa 300 Euro zu haben.

Akustischer Einbruchschutz

Alarmanlagen runden das Sicherheitspaket ab. Die Anlagen machen ordentlich Lärm und senden zugleich Signale an eine Sicherheitsfirma oder an die Polizei. Die Installation einer solchen Anlage sollte ein Fachmann durchführen. Hierbei ist mit Kosten in Höhe von 1500 bis 2000 Euro zu rechnen. Das ist natürlich sehr viel teurer als das Sicherheitsset Marke Eigenbau aus dem Baumarkt, aber wer einen Profi beauftragt, kann sichergehen, dass der Schutz passgenau ist, die Normen erfüllt und Fehlalarme ausgeschlossen sind.

Was ist von Kameras zu halten?

Kameraattrappen sollten Sie sich sparen, weil sie meist als Attrappen erkennbar sind und auch bei einer Attrappe datenschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden müssen.
So darf eine Attrappe beispielsweise nicht dazu führen, dass Nachbarn sich beobachtet fühlen.

Versicherungsschutz

Wenn es einem Einbrecher dennoch gelingen sollte, an sein Ziel zu kommen, sollten Sie sofort Ihre Hausratversicherung kontaktieren. Die Wiederbeschaffungskosten für entwendeten Hausrat ersetzt diese in der Regel ebenso wie Reparaturen an Fenstern und Türen. Wenn der Versicherte allerdings zu leichtfertig vorgegangen ist, kann es Abzüge bei der Versicherungsleistung geben. Wenn der Versicherte sich ein Mitverschulden zurechnen lassen muss, kann sich der Schadenersatz entsprechend reduzieren.

Wer sich das alles durch den Kopf gehen lässt, dem ist klar, dass an gutem Schutz lieber nicht gespart werden sollte.

Einbruchschutz Trends 2017: Alles, was Sie wissen müssen

Das Thema "Smart Home" wird bei der Prävention von Einbrüchen immer wichtiger. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, auf was Sie achten sollten.

Das Thema „Smart Home“ wird bei der Prävention von Einbrüchen immer wichtiger. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, auf was Sie achten sollten.

Es ist keine neue Nachricht, dass die Zahl der Einbrüche jährlich steigt. Laut verschiedenen Statistiken wird in Deutschland sogar alle drei Minuten eingebrochen. Einbrüche sind unschöne Erlebnisse, die noch lange haften bleiben. Neben den materiellen Schäden, Zerstörung und Diebstahl sind es vor allem die Verletzung der Privatsphäre und der Verlust des Sicherheitsgefühls im eigenen Zuhause, die noch lange Zeit zu schaffen machen. Dabei finden Einbrüche über das gesamte Jahr verteilt statt, oftmals aber in der Urlaubszeit.

Die meisten Einbrüche können verhindert werden, wenn Sie selbst Maßnahmen zum Schutz gegen Einbrecher vollziehen. Das Hauptziel dabei ist es, es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen. Denn oftmals ist es die Schuld der eigenen Unachtsamkeit, dass es zu Einbrüchen kommt. Angeklappte Fenster oder Türen oder auch ein voller Briefkasten bei längerer Abwesenheit sind deutliche Zeichen für Einbrecher. Hauptgrund für Einbrüche ist jedoch eine fehlende oder mangelhafte Sicherheitstechnik. Besonders Türen und Fenster müssen ausreichend gesichert sein, um Einbrüche zu verhindern. Sie sind das Hauptziel der Einbrecher, da diese oft den einfachsten Weg wählen. Stoßen die Übeltäter beim Versuch jedoch auf Hindernisse, brechen sie den Versuch eines Einbruchs sehr schnell ab. Fakt ist, einen 100%igen Schutz gegen Einbrecher gibt es nie – aber Sie können es den Einbrechern sehr schwer machen, ihren Plan in die Tat umzusetzen und Ihr Zuhause schützen. Mittlerweile haben sich einige Trends beim Einbruchschutz etabliert, die wir Ihnen vorstellen möchten.

Intelligent vernetzte Technologien – Smart Home und Co.

Im Zeitalter der neuen Medien und Technologien kommt auch das Handy oder Smartphone beim Einbruchschutz zum sinnvollen Einsatz. Mit einer Smart Home oder der Gira HomeServer App können Sie ganz einfach über das Handy viele Vorgänge im Haus oder der Wohnung steuern. Das funktioniert von überall und Sie können während Ihrer Abwesenheit jederzeit nachschauen, ob Zuhause alle in Ordnung ist. Smart Home und andere ähnliche Programme können dafür sorgen, dass Ihr Zuhause bewohnt aussieht. Sie können Lichter an- und ausschalten, Jalousien steuern und sogar den Strom ein- und ausschalten. Die jeweilige Serverzentrale überwacht Ihr Zuhause und Sie können alle gewünschten Gebäudetechniken ganz einfach über Handy und Smartphone steuern.

Die Smart Home und ähnliche Apps sind kein Garant für mehr Sicherheit, aber eine sehr sinnvolle und praktische Ergänzung zur mechanischen Einbruchsicherung in den eigenen vier Wänden. Solche Apps ermöglichen es Ihnen, potenzielle Einbrüche rechtzeitig zu bemerken und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Ob Sie die App zur Steuerung des Lichts, für Überwachungszwecke, für Steckdosen, Bewegungsmelder, Sirenen, Videokameras oder Tür- und Fensterkontakte nutzen, ist dabei Ihnen überlassen. Die Möglichkeiten sind mittlerweile sehr groß und das System gut weiterentwickelt.

Weitere Informationen: https://www.verbraucherzentrale.de/smart-home

Intelligente, technologische Sicherheitssysteme durch Simulation

Es gibt neben den Smart Home Apps auch andere Systeme, die Einbrecher davon abhalten könnten, Ihr Haus zu betreten. Dazu gehört unter anderem der elektronische Wachhund. Ja, es ist statistisch bewiesen, dass sich viele Einbrecher durch ein Hundeschild oder das Gebell eines Hundes abschrecken lassen. Zum einen ist es die Angst vor dem Wachhund und zum anderen steigt durch das Gebell des Hundes auch das Risiko, bemerkt zu werden. Echte Wachhunde haben aber den Nachteil, dass diese oftmals mit Leckerlis bestechlich oder mit Betäubungsmitteln außer Gefecht zu setzen sind. Ein elektronischer Wachhund, der klingt wie ein echter Hund und auf Bewegungen reagiert, ist eine schöne Alternative. Ob es im Endeffekt wirklich etwas bringt, müsste ausprobiert werden. Die Meinungen zur Zweckmäßigkeit dieser Simulation gehen auseinander.

Ein weiterer Trend im Einbruchschutz ist der TV-Simulator. Ein laufender Fernseher ist für Einbrecher ein Zeichen dafür, dass jemand zuhause ist. Der TV-Simulator ist dafür da, den laufenden Fernseher zu imitieren. Es soll nach außen hin der Anschein erweckt werden, dass der Fernseher läuft und jemand daheim ist. Das mag erst einmal zu simpel klingen, aber es kann tatsächlich sinnvoll sein. Besonders, wenn die Wohnung oder das Haus nicht gut einsehbar sind und der Simulator in kleinen Räumen zum Einsatz kommt, kann die gewollte Effektivität durchaus erzielt werden. Anders als beim echten Fernseher sind die Simulatoren kleiner und auch stromsparender. Zudem werden sie über eine Zeitschaltuhr oder variabel selbst eingeschaltet. Auch bei diesem Simulator handelt es sich vorrangig um eine Möglichkeit, Einbrecher abzuschrecken. Er ersetzt aber nicht die notwendige Sicherung von Wohnung oder Haus.

Intelligent vernetzte Systeme gibt es in verschiedenen Varianten. Wie wäre es beispielsweise mit vernetzten Bewegungsmeldern, die auf Einbrecher aufmerksam machen. Bewegungsmelder können auch an Licht oder Beleuchtungssysteme gekoppelt werden, die reagieren, wenn sich ein Einbrecher oder Unbefugter dem Grundstück nähert. Auch Türen und Fenster können vernetzt werden, zum Beispiel mit der Alarmanlage oder der Sirene von Rauchmeldern. Die Systeme sollen dazu dienen, den Nutzern ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zu geben. Dafür werden sie stetig weiterentwickelt und neue Technologien eingesetzt.

Nach wie vor ganz weit vorne: Die Alarmanlage

Privatpersonen, Laden- und Geschäftsinhaber und auch die Polizei legen immer noch großen Wert auf den sinnvollen Einsatz von Alarmanlagen. Diese bieten ein hohes Maß an Sicherheit vor Einbrüchen und gilt als hochwertige mechanische Grundausstattung beim Einbruchschutz. Wie wird oft auch als EMA (Einbruchmeldeanlage) angeboten. Die Hauptfunktion einer EMA liegt darin, dass das Eindringen in Haus oder Wohnung durch unterschiedliche Sensoren gemeldet wird. Alarm schlägt das Gerät über eine Sirene oder durch einen Anruf bei der Polizei oder Notrufleitstellen. Ob Sie eine Funkalarmanlage, eine Drahtalarmanlage oder eine Hybridalarmanlage für Ihre vier Wände wählen, ist Ihre Entscheidung. Empfohlen werden die Hybridanlagen, da diese Funk- und Drahtalarmanlagen miteinander vereinen. Ganz neu im Trend sind IP-basierte Gefahrenmeldeanlagen. Bei ihnen kommen moderne Netzwerktechnik und bewährte Draht- oder Funkalarmtechnologie zum Einsatz.

Ausführliche Informationen zum Thema Alarmanlagen finden Sie hier: https://www.bauen.de/a/einbruchschutz-mehr-sicherheit-fuers-zuhause.html

Der Glasbruchmelder

Er ähnelt einer Alarmanlage oder Bewegungsmeldern – der Glasbruchmelder. Die Logik dahinter ist simpel, aber dennoch wissen viele Menschen noch nichts über diese Art des Einbruchschutzes. Besonders dann, wenn Sie nicht direkt eine komplette Alarmanlage installieren möchten, sind Glasbruchmelder ein guter Anfang, das eigene Zuhause sicherer zu gestalten. Bei Glasbruchmeldern unterscheiden wir zwischen passiven und aktiven. Passive Glasbruchmelder funktionieren mit piezoelektrischen Sensoren, die auf die Schwingungen reagieren, die beim Bruch von Glas entstehen. Sie werden in der Regel ungefähr zwei Zentimeter vom Rahmen entfernt auf die Glasscheibe geklebt. Verbunden wird das System über ein Kabel vom Fensterflügel zum Fensterstock. Bei den passiven Glasbruchmeldern liegt der Überwachungsradius bei einem Maximum von zwei Metern.

Aktive Glasbruchmelder funktionieren über Ultraschallsender und ein bis mehrere Empfänger. Übertragungsmedium ist die Glasscheibe. Sobald sich etwas am Glas ändert, wird Alarm ausgelöst. Die aktiven Glasbruchmelder sind sehr einfach zu installieren. Sie werden kabellos an die Scheibe geklebt und müssen nur scharfgestellt werden.

Mehr: http://schluesselhelfer.com/testberichte/glasbruchmelder-test/

Panzerriegel für die Türen

Einbrecher nutzen neben Fenstern auch gern einfach die Tür, um in Wohnungen und Häuser zu gelangen. Um die Tür ganz sicher zu machen, sind Panzerriegel nach wie vor im Trend. Sie zählen zu den wirkungsvollsten Systemen, um Türen sicher gegen Einbrecher zu machen. Einzige Voraussetzung für das Anbringen eines Panzerriegels ist eine von Grund auf massive Tür. Der Panzerriegel verstärkt das gesamte Türblatt und sichert es über die vollständige Breite zusätzlich ab. Empfohlen werden meistens die Panzerriegel mit Sperrbügeln. Stangenriegelschlösser werden vor allem für Balkon- und Terrassentüren aus Glas angeboten. Wichtig ist, dass Sie nicht nur an die Haus- und Wohnungstür denken. Auch Keller- und Garagentüren sind beliebte Einstiegsorte für Einbrecher. Ein Panzerriegel ist für alle massiven Türen bestens geeignet.

Überwachungskameras

Strittig, aber dennoch im Trend sind auch Überwachungskameras. Diese schützen zwar nicht wirklich davor, dass eingebrochen wird, aber sie bieten Aufschluss über das Geschehen. Sichtbar angebrachte Überwachungskameras können Einbrecher aber durchaus abschrecken. Das gilt vor allem für Gelegenheitsräuber. Professionelle Einbrecher sehen in Überwachungskameras aber leider oft auch den Anlass zum Einbruch, denn wo eine Kamera angebracht wurde, gibt es sicher etwas mehr zu holen. Auch die Polizei ist gespaltener Meinung. Einerseits könnte sich das Risiko eines Einbruchs in wenigen Fällen durch eben genannte Gründe erhöhen. Andererseits gibt es auch Vorteile. Zum einen geben Kameras Hilfestellung bei der Aufklärung von Einbrüchen. Sie bieten ein höheres Sicherheitsgefühl, wenn die Bewohner noch Zuhause sind und nicht das gesamte Haus im Auge behalten können. Auch bei längerer Abwesenheit brillieren die Überwachungskameras in den meisten Fällen.

Dank neuester Technologien können die Nutzer von modernen Netzwerkkameras auch von überall auf der Welt nachsehen, was bei ihnen Zuhause passiert, beispielsweise über das Smartphone oder den Laptop. Besonders sinnvoll und zweckgebunden sind Überwachungskameras mit Alarmfunktion. Diese sind mit dem Handy oder dem Computer vernetzt und senden eine Nachricht ab, sobald eine Bewegung registriert wird. Daraufhin kann der Nutzer die Polizei informieren, wenn sich der Verdacht bestätigen sollte.