Das Thema "Smart Home" wird bei der Prävention von Einbrüchen immer wichtiger. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, auf was Sie achten sollten.

Das Thema „Smart Home“ wird bei der Prävention von Einbrüchen immer wichtiger. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, auf was Sie achten sollten.

Es ist keine neue Nachricht, dass die Zahl der Einbrüche jährlich steigt. Laut verschiedenen Statistiken wird in Deutschland sogar alle drei Minuten eingebrochen. Einbrüche sind unschöne Erlebnisse, die noch lange haften bleiben. Neben den materiellen Schäden, Zerstörung und Diebstahl sind es vor allem die Verletzung der Privatsphäre und der Verlust des Sicherheitsgefühls im eigenen Zuhause, die noch lange Zeit zu schaffen machen. Dabei finden Einbrüche über das gesamte Jahr verteilt statt, oftmals aber in der Urlaubszeit.

Die meisten Einbrüche können verhindert werden, wenn Sie selbst Maßnahmen zum Schutz gegen Einbrecher vollziehen. Das Hauptziel dabei ist es, es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen. Denn oftmals ist es die Schuld der eigenen Unachtsamkeit, dass es zu Einbrüchen kommt. Angeklappte Fenster oder Türen oder auch ein voller Briefkasten bei längerer Abwesenheit sind deutliche Zeichen für Einbrecher. Hauptgrund für Einbrüche ist jedoch eine fehlende oder mangelhafte Sicherheitstechnik. Besonders Türen und Fenster müssen ausreichend gesichert sein, um Einbrüche zu verhindern. Sie sind das Hauptziel der Einbrecher, da diese oft den einfachsten Weg wählen. Stoßen die Übeltäter beim Versuch jedoch auf Hindernisse, brechen sie den Versuch eines Einbruchs sehr schnell ab. Fakt ist, einen 100%igen Schutz gegen Einbrecher gibt es nie – aber Sie können es den Einbrechern sehr schwer machen, ihren Plan in die Tat umzusetzen und Ihr Zuhause schützen. Mittlerweile haben sich einige Trends beim Einbruchschutz etabliert, die wir Ihnen vorstellen möchten.

Intelligent vernetzte Technologien – Smart Home und Co.

Im Zeitalter der neuen Medien und Technologien kommt auch das Handy oder Smartphone beim Einbruchschutz zum sinnvollen Einsatz. Mit einer Smart Home oder der Gira HomeServer App können Sie ganz einfach über das Handy viele Vorgänge im Haus oder der Wohnung steuern. Das funktioniert von überall und Sie können während Ihrer Abwesenheit jederzeit nachschauen, ob Zuhause alle in Ordnung ist. Smart Home und andere ähnliche Programme können dafür sorgen, dass Ihr Zuhause bewohnt aussieht. Sie können Lichter an- und ausschalten, Jalousien steuern und sogar den Strom ein- und ausschalten. Die jeweilige Serverzentrale überwacht Ihr Zuhause und Sie können alle gewünschten Gebäudetechniken ganz einfach über Handy und Smartphone steuern.

Die Smart Home und ähnliche Apps sind kein Garant für mehr Sicherheit, aber eine sehr sinnvolle und praktische Ergänzung zur mechanischen Einbruchsicherung in den eigenen vier Wänden. Solche Apps ermöglichen es Ihnen, potenzielle Einbrüche rechtzeitig zu bemerken und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Ob Sie die App zur Steuerung des Lichts, für Überwachungszwecke, für Steckdosen, Bewegungsmelder, Sirenen, Videokameras oder Tür- und Fensterkontakte nutzen, ist dabei Ihnen überlassen. Die Möglichkeiten sind mittlerweile sehr groß und das System gut weiterentwickelt.

Weitere Informationen: https://www.verbraucherzentrale.de/smart-home

Intelligente, technologische Sicherheitssysteme durch Simulation

Es gibt neben den Smart Home Apps auch andere Systeme, die Einbrecher davon abhalten könnten, Ihr Haus zu betreten. Dazu gehört unter anderem der elektronische Wachhund. Ja, es ist statistisch bewiesen, dass sich viele Einbrecher durch ein Hundeschild oder das Gebell eines Hundes abschrecken lassen. Zum einen ist es die Angst vor dem Wachhund und zum anderen steigt durch das Gebell des Hundes auch das Risiko, bemerkt zu werden. Echte Wachhunde haben aber den Nachteil, dass diese oftmals mit Leckerlis bestechlich oder mit Betäubungsmitteln außer Gefecht zu setzen sind. Ein elektronischer Wachhund, der klingt wie ein echter Hund und auf Bewegungen reagiert, ist eine schöne Alternative. Ob es im Endeffekt wirklich etwas bringt, müsste ausprobiert werden. Die Meinungen zur Zweckmäßigkeit dieser Simulation gehen auseinander.

Ein weiterer Trend im Einbruchschutz ist der TV-Simulator. Ein laufender Fernseher ist für Einbrecher ein Zeichen dafür, dass jemand zuhause ist. Der TV-Simulator ist dafür da, den laufenden Fernseher zu imitieren. Es soll nach außen hin der Anschein erweckt werden, dass der Fernseher läuft und jemand daheim ist. Das mag erst einmal zu simpel klingen, aber es kann tatsächlich sinnvoll sein. Besonders, wenn die Wohnung oder das Haus nicht gut einsehbar sind und der Simulator in kleinen Räumen zum Einsatz kommt, kann die gewollte Effektivität durchaus erzielt werden. Anders als beim echten Fernseher sind die Simulatoren kleiner und auch stromsparender. Zudem werden sie über eine Zeitschaltuhr oder variabel selbst eingeschaltet. Auch bei diesem Simulator handelt es sich vorrangig um eine Möglichkeit, Einbrecher abzuschrecken. Er ersetzt aber nicht die notwendige Sicherung von Wohnung oder Haus.

Intelligent vernetzte Systeme gibt es in verschiedenen Varianten. Wie wäre es beispielsweise mit vernetzten Bewegungsmeldern, die auf Einbrecher aufmerksam machen. Bewegungsmelder können auch an Licht oder Beleuchtungssysteme gekoppelt werden, die reagieren, wenn sich ein Einbrecher oder Unbefugter dem Grundstück nähert. Auch Türen und Fenster können vernetzt werden, zum Beispiel mit der Alarmanlage oder der Sirene von Rauchmeldern. Die Systeme sollen dazu dienen, den Nutzern ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zu geben. Dafür werden sie stetig weiterentwickelt und neue Technologien eingesetzt.

Nach wie vor ganz weit vorne: Die Alarmanlage

Privatpersonen, Laden- und Geschäftsinhaber und auch die Polizei legen immer noch großen Wert auf den sinnvollen Einsatz von Alarmanlagen. Diese bieten ein hohes Maß an Sicherheit vor Einbrüchen und gilt als hochwertige mechanische Grundausstattung beim Einbruchschutz. Wie wird oft auch als EMA (Einbruchmeldeanlage) angeboten. Die Hauptfunktion einer EMA liegt darin, dass das Eindringen in Haus oder Wohnung durch unterschiedliche Sensoren gemeldet wird. Alarm schlägt das Gerät über eine Sirene oder durch einen Anruf bei der Polizei oder Notrufleitstellen. Ob Sie eine Funkalarmanlage, eine Drahtalarmanlage oder eine Hybridalarmanlage für Ihre vier Wände wählen, ist Ihre Entscheidung. Empfohlen werden die Hybridanlagen, da diese Funk- und Drahtalarmanlagen miteinander vereinen. Ganz neu im Trend sind IP-basierte Gefahrenmeldeanlagen. Bei ihnen kommen moderne Netzwerktechnik und bewährte Draht- oder Funkalarmtechnologie zum Einsatz.

Ausführliche Informationen zum Thema Alarmanlagen finden Sie hier: https://www.bauen.de/a/einbruchschutz-mehr-sicherheit-fuers-zuhause.html

Der Glasbruchmelder

Er ähnelt einer Alarmanlage oder Bewegungsmeldern – der Glasbruchmelder. Die Logik dahinter ist simpel, aber dennoch wissen viele Menschen noch nichts über diese Art des Einbruchschutzes. Besonders dann, wenn Sie nicht direkt eine komplette Alarmanlage installieren möchten, sind Glasbruchmelder ein guter Anfang, das eigene Zuhause sicherer zu gestalten. Bei Glasbruchmeldern unterscheiden wir zwischen passiven und aktiven. Passive Glasbruchmelder funktionieren mit piezoelektrischen Sensoren, die auf die Schwingungen reagieren, die beim Bruch von Glas entstehen. Sie werden in der Regel ungefähr zwei Zentimeter vom Rahmen entfernt auf die Glasscheibe geklebt. Verbunden wird das System über ein Kabel vom Fensterflügel zum Fensterstock. Bei den passiven Glasbruchmeldern liegt der Überwachungsradius bei einem Maximum von zwei Metern.

Aktive Glasbruchmelder funktionieren über Ultraschallsender und ein bis mehrere Empfänger. Übertragungsmedium ist die Glasscheibe. Sobald sich etwas am Glas ändert, wird Alarm ausgelöst. Die aktiven Glasbruchmelder sind sehr einfach zu installieren. Sie werden kabellos an die Scheibe geklebt und müssen nur scharfgestellt werden.

Mehr: http://schluesselhelfer.com/testberichte/glasbruchmelder-test/

Panzerriegel für die Türen

Einbrecher nutzen neben Fenstern auch gern einfach die Tür, um in Wohnungen und Häuser zu gelangen. Um die Tür ganz sicher zu machen, sind Panzerriegel nach wie vor im Trend. Sie zählen zu den wirkungsvollsten Systemen, um Türen sicher gegen Einbrecher zu machen. Einzige Voraussetzung für das Anbringen eines Panzerriegels ist eine von Grund auf massive Tür. Der Panzerriegel verstärkt das gesamte Türblatt und sichert es über die vollständige Breite zusätzlich ab. Empfohlen werden meistens die Panzerriegel mit Sperrbügeln. Stangenriegelschlösser werden vor allem für Balkon- und Terrassentüren aus Glas angeboten. Wichtig ist, dass Sie nicht nur an die Haus- und Wohnungstür denken. Auch Keller- und Garagentüren sind beliebte Einstiegsorte für Einbrecher. Ein Panzerriegel ist für alle massiven Türen bestens geeignet.

Überwachungskameras

Strittig, aber dennoch im Trend sind auch Überwachungskameras. Diese schützen zwar nicht wirklich davor, dass eingebrochen wird, aber sie bieten Aufschluss über das Geschehen. Sichtbar angebrachte Überwachungskameras können Einbrecher aber durchaus abschrecken. Das gilt vor allem für Gelegenheitsräuber. Professionelle Einbrecher sehen in Überwachungskameras aber leider oft auch den Anlass zum Einbruch, denn wo eine Kamera angebracht wurde, gibt es sicher etwas mehr zu holen. Auch die Polizei ist gespaltener Meinung. Einerseits könnte sich das Risiko eines Einbruchs in wenigen Fällen durch eben genannte Gründe erhöhen. Andererseits gibt es auch Vorteile. Zum einen geben Kameras Hilfestellung bei der Aufklärung von Einbrüchen. Sie bieten ein höheres Sicherheitsgefühl, wenn die Bewohner noch Zuhause sind und nicht das gesamte Haus im Auge behalten können. Auch bei längerer Abwesenheit brillieren die Überwachungskameras in den meisten Fällen.

Dank neuester Technologien können die Nutzer von modernen Netzwerkkameras auch von überall auf der Welt nachsehen, was bei ihnen Zuhause passiert, beispielsweise über das Smartphone oder den Laptop. Besonders sinnvoll und zweckgebunden sind Überwachungskameras mit Alarmfunktion. Diese sind mit dem Handy oder dem Computer vernetzt und senden eine Nachricht ab, sobald eine Bewegung registriert wird. Daraufhin kann der Nutzer die Polizei informieren, wenn sich der Verdacht bestätigen sollte.

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