Großer Feuerlöscher Test 2015 mit kostenlosem Ratgeber

Sie möchten sich zu Hause sicher fühlen und im Falle eines Feuers sofort reagieren können? Dann sollten Sie über die Anschaffung eines Feuerlöschers nachdenken. In unserem großen Feuerlöscher Test 2015 haben wir alle wichtigen Informationen zu diesem Thema zusammengestellt, sodass es Ihnen leicht fallen sollte, das richtige Modell für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.

Momentan besteht in Deutschland in Privathaushalten zwar noch keine Feuerlöscherpflicht, es wird jedoch dringend dazu geraten, ein oder mehrere Geräte im Haus zu haben und diese regelmäßig zu warten. In Unternehmen und bei der Beförderung von Gefahrengut gilt die Feuerlöscherpflicht. Auch bei Reisen ins europäische Ausland ist Vorsicht geboten, da Feuerlöscher teilweise vorgeschrieben sind.

Checkliste für den Kauf eines Feuerlöschers

  • Was soll gelöscht werden? Für jede Art von Brand gibt es den richtigen Feuerlöscher. Die verschiedenen Typen, die es gibt, stellen wir Ihnen weiter unten vor.
  • Wie groß muss der Feuerlöscher sein? Wählen Sie je nach Einsatzort die passende Größe aus.
  • Wie alt ist das Gerät? Das Herstellerdatum kündigt den nächsten Wartungstermin an. Lassen Sie Ihren Feuerlöscher regelmäßig warten!
  • Lesen Sie die Anleitung gründlich durch! Gehen Sie die einzelnen Schritte mehrfach und regelmäßig im Kopf durch. Im Ernstfall können Sie so schnell reagieren.

Übersicht der getesteten Feuerlöscher

Gerät Bewertung Preis
1

Protex PD 6 GA, 6 kg

94.666666666667
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2

ELRO BB2

93.333333333333
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3

mumbi m-FL101

93.333333333333
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4

BRABESCH 80022

88.333333333333
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5

mumbi m-FL102

87.666666666667
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Verschiedene Arten von Feuerlöschern im Überblick

Pulver-Feuerlöscher eignen sich für die meisten Arten von Bränden. Allerdings ist das feinkörnige Pulver nach dem Löschen nur schwer wieder zu entfernen.

Pulver-Feuerlöscher eignen sich für die meisten Arten von Bränden. Allerdings ist das feinkörnige Pulver nach dem Löschen nur schwer wieder zu entfernen.

Pulver-Feuerlöscher

Im Normalfall sind die Pulverlöscher mit ABC-Pulver gefüllt. Dieses kann die meisten Arten von Bränden löschen und ist nicht giftig. Trotzdem sollte es nicht direkt in die Augen oder an die Schleimhäute geraten, da es diese reizen kann. Pulver-Feuerlöscher gehören derzeit in Deutschland zu den am meisten verkauften Feuerlöschern.

Das extrem feinkörnige Pulver kann außerdem nur schwer wieder entfernt werden. Deshalb müssen Wohnräume, in denen gelöscht wurde meist renoviert werden.

Pulverlöscher sollten eher nicht bei elektronischen Anlagen verwendet werden da der Pulverstaub am Metall Korrosionen verursachen kann.

Schaum-Feuerlöscher

Wie es sich bereits erahnen lässt, löschen sie hier zum Großteil mit Wasser. Schaumlöscher können gut zum Löschen von Flüssigkeitsbränden verwendet werden. Der entstehende Schaumteppich hält dann den Sauerstoff vom Brandgut ab.

Durch den hohen Wasseranteil im Schaum sollten Elektronikbrände nicht mit dieser Art von Feuerlöscher gelöscht werden.

Nicht ohne Grund setzt auch die Feuerwehr beim Löschen von Bränden auf Wasser. Für welche Arten von Bränden sich Feuerlöscher mit diesem Löschmittel eignen, erfahren Sie ein paar Abschnitte weiter unten.

Nicht ohne Grund setzt auch die Feuerwehr beim Löschen von Bränden auf Wasser. Für welche Arten von Bränden sich Feuerlöscher mit diesem Löschmittel eignen, erfahren Sie ein paar Abschnitte weiter unten.

Wasser-Feuerlöscher

Bei Wasserlöschern tritt Wasser mit Hilfe von hohem Druck als feiner Sprühnebel aus. Die Wärmeenergie des Feuers wird somit absorbiert. Außerdem kommt es zur Abkühlung der brennenden Stoffe. Durch die großen Wassermengen werden jedoch leider Wasserschäden hervorgerufen, sodass Sie immer möglichst vorsichtig vorgehen sollte.

Durch die Leitfähigkeit des Wassers können diese Löscher nicht zum Löschen von Elektronikbränden verwendet werden.

Kohlenstoffdioxid-Feuerlöscher

Diese Modelle müssen besonders vorsichtig verwendet werden, da Kohlenstoffdioxid Sauerstoff verdrängt. Löschen Sie einen Brand, kann es also gerade bei Innenbränden dazu kommen, dass Sie den für sich selbst nötigen Sauerstoff verdrängen.

Elektronikbrände können mit dem dieser Art von Feuerlöscher gut gelöscht werden, da das Gas keinen Strom leitet und keine Rückstände hinterlässt. Auf keinen Fall dürfen Sie brennende Personen mit den Geräten löschen, da das Gas extrem kalt austritt.

Jedes Löschmittel hat seine Stärken und Schwächen. Versuchen Sie diese beim Kauf zu berücksichtigen. Vergessen Sie aber nicht, vor allem darauf zu achten, dass der Löscher die Arten von Bränden löschen sollten, die in Ihrem Fall die größte Gefahr darstellen. Eine entsprechende Übersicht finden Sie im nächsten Abschnitt.

Für jeden Brand der passende Feuerlöscher

Als Laie könnt man mitunter meinen, dass alle Feuerlöscher gleich seien, doch weit gefehlt. So unterscheidet man in der Praxis zwischen verschiedenen Brandklassen, wobei jede Art von Feuerlöscher über sein ganz eigenes Spezialgebiet verfügt, natürlich mit Überschneidungen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die verschiedenen Brandklassen vorstellen und anschließend anhand einer Tabelle verdeutlichen, welchen Feuerlöscher Sie am besten bei Bränden welcher Art einsetzen. Die Auswahl eines möglichst gut passenden Feuerlöschers bleibt Ihnen jedoch selbst überlassen.

Übersicht der verschiedenen Brandklassen

  • Brandklasse A: Es handelt sich hierbei um Brände von organischer Natur, zum Beispiel Papier, Textilien, Holz oder auch Kohle und Autoreifen. Die Stoffe verbrennen unter Glutbildung.
  • Brandklasse B: Die Brandklasse beschreibt Brände von Flüssigkeiten und flüssig werdenden Stoffen. Das sin beispielsweise Öle, Benzin, Alkohol oder auch Teer.
  • Brandklasse C: Bei der dritten Brandklasse handelt es sich um Brände von Gasen, wie Erdgas, Wasserstoff, Stadtgas oder Propan.
  • Brandklasse D: Die Brände der Brandklasse D beziehen sich auf Metalle, wie unter anderem Magnesium, Kalium oder Lithium.
  • Brandklasse F: Die neueste Brandklasse ist die Brandklasse F, die sich auf Fett- und Ölbrände bezieht.

In der untenstehenden Tabelle können Sie nachsehen, welche Feuerlöscher jeweils für eine bestimmte Brandklasse am besten geeignet sind.

Welcher Löscher löscht welchen Brand?

Feuerlöscher / BrandklasseABCDF
FettbrandlöscherX
Pulverlöscher mit GlutbrandpulverXXX
Pulverlöscher mit MetallbrandpulverXX
SchaumlöscherXX
CO2-Löscher
WasserlöscherX
PulverlöscherXX

Videobeitrag: Feuerlöscher im Test

Wie groß sollte ein Feuerlöscher sein?

Bei einem kleinen Brand im Wohnzimmer muss nicht gleich der riesige und professionelle Feuerlöscher zum Einsatz kommen. Das hat je nach Art des Gerätes sogar einige Nachteile. Durch die große Menge an Pulver oder Wasser kann es zu großen Schäden an der Einrichtung kommen. Möchten Sie dies vermeiden, so sollten Sie zu Hause besser mit kleineren Geräten hantieren. Auch zur Mitnahme im Auto eignen sich kleinere Modelle wesentlich besser, da sie leicht zu verstauen sind. Im Ernstfall können auch schwächere Personen solche Löscher leichter einsetzen.

Große Feuerlöscher haben hingegen aber natürlich eine größere Kapazität und man kann auch bei fortgeschritteneren Bränden noch auf sie zählen.

Die meisten Feuerlöscher sind mit einem Gewicht von 2, 6 oder 12 Kilogramm erhältlich, sodass jeder das für die eigenen Bedürfnisse passende Modell aussuchen kann.

Machen Sie sich vorab Gedanken, wie groß der Feuerlöscher, den sie kaufen möchten sein soll bzw. muss.

Wichtig: Die richtige Wartung Ihrer Feuerlöscher

Kommt ein Feuerlöscher langsam in die Jahre und wird nicht entsprechend gewartet, besteht im Ernstfall die Gefahr, dass er seinen Dienst versagt.

Kommt ein Feuerlöscher langsam in die Jahre und wird nicht entsprechend gewartet, besteht im Ernstfall die Gefahr, dass er seinen Dienst versagt.

Damit Ihre Feuerlöscher auch noch nach einigen Jahren ihren Dienst tun, müssen Sie regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre von einem Fachmann überprüft und gewartet werden. Achten Sie unbedingt darauf, die Geräte nur für Entstehungsbrände zu verwenden. Besteht ein Brand bereits, begeben Sie sich in große Gefahr, wenn Sie versuchen, diesen selbst zu löschen. Rufen Sie stattdessen die Feuerwehr, wenn es irgendwie möglich ist.

Für Sie als Endverbraucher ist es beim Kauf nicht entscheidend, ob es sich um einen Auflade-Feuerlöscher oder einen Dauerdruck-Feuerlöscher handelt. Wichtig ist nur, dass Sie den Unterschied kennen und diesen bei der Wartung berücksichtigen. Darum möchten wir an dieser Stelle hierauf auch noch einmal explizit hinweisen.

Bei Auflade-Feuerlöschern wird der Druck kurz vor dem Einsatz erzeugt, bei Dauerdruck-Feuerlöschern ist er dauerhaft vorhanden. Beide Arten von Geräten löschen Brände gleich gut. In der Wartung unterscheiden sie sich jedoch.

Dauerdruck-Feuerlöscher

Dauerdruck-Feuerlöscher befinden sich dauerhaft unter einem gespeicherten Druck, der mit dem einer Spraydose verglichen werden kann.

Zuerst steht die Kontrolle auf äußere Beschädigungen an. Der Betriebsdruck des Feuerlöschers muss bei der Kontrolle als nächstes überprüft werden. Dies gelingt leicht durch einen Vergleich mit dem Gerätemanometer, wenn das Gerät über ein solches verfügt. Falls der Druck nicht mehr optimal ist, muss der Fachmann das Gerät öffnen und einer inneren Prüfung unterziehen. Die äußere Prüfung ist spätestens nach zwei Jahren fällig. Wasser- und Schaumlöscher müssen nach 2 Jahren, Pulverlöscher nach 4 Jahren auch eine Prüfung des Innenraumes absolvieren.

Auflade-Feuerlöscher

Bei diesen Geräten wird der Druck kurz vor dem Gebrauch durch das Öffnen erzeugt. Dies gelingt durch eine Patrone, die sich entweder im Inneren oder außen am Gerät befinden kann. Bei der Prüfung muss zuerst das Äußere des Gerätes auf Beschädigungen geprüft werden. Anschließend muss der Schlauch abmontiert, der Behälter geöffnet und die Armatur abgeschraubt werden. Es erfolgt eine komplette Innenraumüberprüfung, die bei Auflade-Feuerlöschern spätestens alle zwei Jahre durchzuführen ist.