Gasmelder Test 2015 mit Ratgeber und Preisvergleich

Herzlich willkommen beim großen Gasmelder Test 2015. Wir möchten Ihnen hier zeigen, wie wichtig Gasmelder und im Besonderen auch Kohlenmonoxid Melder im Alltag sein können und wie Sie ohne große Mühe den richtigen Gasmelder für Ihre Bedürfnisse finden können. Wir haben hierfür extra für Sie einige Testberichte veröffentlich, sodass Sie sich ein Bild darüber machen können, wie andere Käufer mit den jeweiligen Geräten zufrieden sind.

Zu allererst möchten wir auf die wichtigsten Punkte eingehen, die es beim Kauf eines Gasmelders zu beachten gilt. Dafür haben wir Ihnen eine praktische Checkliste zusammengefasst. Anschließend machen wir Sie noch auf die verschiedenen Arten von Gasmeldern aufmerksam und stellen nochmals kurz zusammen, worauf es beim Kauf genau ankommt.

Checkliste für den Kauf von Gasmeldern

  • Für jedes Gas den richtigen Melder: Achten Sie darauf, dass der Gasmelder, den Sie kaufen sich auch tatsächlich für das Gas eignet, vor dem Sie sich schützen möchten.
  • Einfacher Melder oder Kombi-Gasmelder: Möchten Sie lieber einen Alleskönner oder reicht ein Gerät, welches auf nur ein einziges Gas reagiert?
  • Achten Sie auf die Prüfsiegel: Sind die Geräte VdS- und TÜV-geprüft und entsprechen sie der Norm EN50194, so können Sie sich darauf verlassen, dass diese ihre Aufgabe mit großer Sicherheit zuverlässig erfüllen werden.
  • Laut = gut: Ein Gasmelder sollte seine Bewohner im Ernstfall mit einer Lautstärke von mindestens 85 bis 90 Dezibel warnen.
  • Stand-Alone-Modell oder Funkmelder: In kleineren Häusern und Wohnungen genügen Stand-Alone-Modelle, wohingegen größere Bereiche besser mit per Funk vernetzten Geräten abgesichert werden sollten.

Übersicht der getesteten Gasmelder

Gerät Bewertung Preis
1

Unitec 41777

85.666666666667
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2

mumbi GM100

81
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3

ELRO RM400

72.333333333333
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4

Bavaria BAGM4

70
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5

ELRO RM337

68.333333333333
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Übersicht der getesteten Kohlenmonoxid-Melder

Gerät Bewertung Preis
1

KIDDE CO-Alarm X10-D

88.666666666667
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2

Mumbi CM100

86.333333333333
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3

Fireangel CO-9D

85.333333333333
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4

Ei Electronics EI207D

84
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5

KIDDE 7DCO

76.333333333333
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6

eMall Supply Kohlenmonoxid-Melder

67.666666666667
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Welche Art von Gasmelder ist die richtige?

Für jedes Gas, von dem eine Gefahr ausgehen kann, gibt es einen passenden Melder. Hier abgebildet ist ein Melder für Kohlenmonoxid.

Für jedes Gas, von dem eine Gefahr ausgehen kann, gibt es einen passenden Melder. Hier abgebildet ist ein Melder für Kohlenmonoxid.

Einfache Gasmelder oder Kombi-Gasmelder?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen gewöhnlichen, einfachen Gasmeldern und Kombi-Gasmeldern.

Letztere sind dabei in der Lage, mehrere verschiedene Gassorten zu erkennen. Das bedeutet aber nicht, dass man sie an einem Ort aufhängt und dort gegen alle Gase geschützt ist. Viel mehr muss man sich je nach Gas genau überlegen, wo das Gerät angebracht wird, damit der Schutz vor dem jeweiligen gewählten Gas besteht.

Vor welchen Gasen schützen Kombi-Gasmelder?

Kombi-Gasmelder schützen meist vor Methan und Erdgas, sowie vor Butan und Propan. Methan und Erdgas kommen in der Regel bei Gasthermen und Gasheizungen vor, während Butan und Propan vor a allem beim Campen zum Heizen und zum Kochen verwendet werden.

Da sowohl Erdgas, als auch Methan leichter als Luft sind, steigen diese Gase auf und sammeln sich im Bereich der Decke an. Der jeweilige Melder sollte deshalb 15 bis 30 Zentimeter unter der Decke angebracht werden. Da Butan und Propan sich genau anders herum verhalten und nach unten sinken, müssen die Melder dafür 15 bis 30 Zentimeter über dem Boden angebracht werden.

Da im Normalfall entweder die ersten beiden oder die letzten beiden Gase verwendet werden, genügen Melder, die jeweils nur auf Methan und Erdgas oder auf Flüssiggase wie Butan und Propan reagieren. Es ist darauf zu achten, die Gasmelder unbedingt an der richtigen Stelle anzubringen. Diese kann sich sowohl knapp unterhalb der Decke als auch knapp oberhalb des Bodens befinden.

Wann sollte ein CO-Melder bzw. Kohlenmonoxid Melder zum Einsatz kommen?

Besonders Profi-Küche schwören auf den Gasherd. Ohne passenden Melder kann von diesem jedoch eine kaum kalkulierbare Gefahr ausgehen.

Der Gasherd: Besonders Profiküche schwöre auf ihn. Ohne passenden Melder kann von diesem jedoch eine kaum kalkulierbare Gefahr ausgehen.

Kohlenmonoxidmelder, oder auch CO-Melder, eignen sich für alle Bewohner, die über einen Ofen oder Kamin verfügen und für die nötige Sicherheit sorgen möchten. Die Geräte sollten in der Nähe der Gefahrenquelle nahe der Decke montiert werden, da Kohlenmonoxid für gewöhnlich nach oben steigt.

Weitere Arten von Gasmeldern

Gasmelder für Narkosegas

Narkosegas oder KO-Gas sagt den wenigsten Menschen etwas, bis sie damit in Verbindung geraten. Es wird vor allem von Gewalttätern und Einbrechern verwendet, um die Opfer auszuschalten.

Falls Sie zu Hause Angst haben, mit Narkosegas betäubt zu werden, können Sie sich einen Gasmelder für Narkosegas zulegen. Es gibt in der Anwendung und Funktionsweise keine Unterschiede zu gewöhnlichen Gasmeldern.

Gasmelder für Wasserstoff

Das Problem und die Gefahr liegen darin begründet, dass Gase brennbar sind. Kommen sie mit Feuer in Berührung, kann es somit zu einer gefährlichen Gasexplosion kommen. Deshalb reagieren manche Kombi-Gasmelder aus Mischungen aus Luft und brennbaren Gasen.

Zu letzteren zählt auf Wasserstoff. Dieser klingt zwar harmlos, kann aber bei Kontakt mit Feuer ebenso fatale Folgen haben.

Kohlendioxidmelder bzw. CO2-Melder

Kohlendioxid- oder CO2-Melder sind gerade in privaten Haushalten nicht ganz so verbreitet. CO2 wird vor allem in der Gastronomie für Zapfanlagen genutzt. Dringt das Gas, welches in Stahlfalschen gelagert wird, versehentlich aus, kann man beim Betreten der Räume im schlimmsten Fall ersticken.

CO2-Melder beugen diesem Risiko nach dem gleichen Muster wie die anderen Arten von Gasmelder vor.

Auf was Sie beim Kauf von Gasmeldern und CO-Meldern achten sollten

In den meisten Fällen macht es Sinn, wenn der Gasmelder direkt an das Stromnetz angeschlossen wird. Eine Batterie als Backup sollte aber vorhanden sein.

In den meisten Fällen macht es Sinn, wenn der Gasmelder direkt an das Stromnetz angeschlossen wird. Eine Batterie als Backup sollte aber vorhanden sein.

Betrieb durch Batterie oder Netzteil?

Grundsätzlich ist es sinnvoller einen Gasmelder über ein Netzteil mit 230 Volt mit Strom zu versorgen, da die Geräte relativ viel Strom benötigen. Wenn Sie sich aber unbedingt ein Gerät wünschen, welches mit Batterien betrieben wird, so ist es besonders wichtig, dass Sie darauf achten, dass der niedrige Batteriestand zuverlässig angezeigt und gemeldet wird. Nur so können Sie sichergehen, dass das Gerät nicht einfach ausfällt.

Besonders zu empfehlen sind Modelle, die zwar mit Netzstrom funktionieren, aber zusätzlich über eine Batterie als Backup verfügen. Kommt es zum Stromausfall, so wird das Gerät weiterhin mithilfe der Batterie betrieben.

Test- und Stummschalte-Taste

Hochwertige Gasmelder verfügen über eine Test- und Stummschalte-Taste. In regelmäßigen Abständen sollten Sie kontrollieren, ob das Gerät noch in der Lage ist, einen Alarm auszulösen. Dies gelingt ganz einfach mit der Testtaste. Handelt es sich einmal um einen Fehlalarm, so brechen Sie diesen ganz einfach mithilfe der Stummschalte-Taste ab.

Besonders gute Geräte testen sich sogar selbstständig und geben dann durch ein Signal Bescheid, falls etwas nicht funktionieren sollten.

Prüfsiegel und möglichst lange Lebensdauer

Ist ein Gasmelder VdS-zertifiziert, so stehen die Chancen sehr gut, dass es sich um ein empfehlenswertes Gerät handelt.

Ist ein Gasmelder VdS-zertifiziert, so stehen die Chancen sehr gut, dass es sich um ein empfehlenswertes Gerät handelt.

Egal ob es sich um einen batteriebetriebenen Gasmelder oder ein Modell mit Netzteil handelt, sollten Sie unbedingt auf die Qualität achten, da es hierbei schließlich um Ihr Leben geht. Hochwertige Gasmelder sind VdS („Vertrauen durch Sicherheit) geprüft und verfügen außerdem über ein Siegel vom TÜV, sowie das Zertifikat der Norm EN50194.

Die Lebensdauer eines Gasmelder sollte zwischen 5 und 10 Jahren liegen, sodass Sie sich das ständige Austauschen ersparen können.

Stand-Alone-Modell oder Funk?

Die Entscheidung, ob ein Stand-Alone-Modell ausreicht, oder es ein Funk-Modell sein muss, ist relativ leicht zu treffen: Sobald Sie in einem Gebäude am einen Ende nicht hören, was sich am anderen abspielt, benötigen Sie ein System, welches mit Funk verbunden ist.

So kann etwa im Keller Gas aus der Gastherme austreten und Sie werden trotzdem im Schlafzimmer oder im Dachboden darüber informiert, wenn Sie auch dort entsprechende Geräte installiert haben. Bei allen kleineren Wohnungen genügen hingegen Stand-Alone-Gasmelder völlig.

Optik und Lautstärke

Selbstverständlich sollten Sie einen Gasmelder nach Möglichkeit nicht nach seiner Optik beurteilen. Die meisten Modelle unterscheiden sich optisch kaum von Rauchmeldern und sind außerdem klein, weiß und unscheinbar, sodass sie das optische Bild eines Raumes nicht allzu sehr belasten.

Mit einer Lautstärke von 85 bis 90 Dezibel gelingt es sowohl Kombi-Gasmeldern als auch Kohlenmonoxid Meldern, CO-Meldern und CO2-Meldern und anderen Geräten problemlos, schlafende Bewohner zu wecken und rechtzeitig zu warnen. Achten Sie darauf, dass Ihr Gasmelder mindestens mit dieser Lautstärke Alarm schlägt.

Ideal sind zudem in den meisten Fällen Modelle, bei denen zusätzlich noch ein optisches Signal durch ein Blinken von LEDs gegeben wird.

Hörprobe: So klingt ein Gasmelder, der Alarm schlägt