Hitzmelder Test 2015 mit Ratgeber und Preisvergleich

In unserem großen Hitzemeldertest 2015 möchten wir Ihnen eine Auswahl der besten Hitzemelder vorstellen, die momentan erhältlich sind. Dabei erklären wir Ihnen alles, was Sie wissen möchten und sollten, haarklein. Unsere Testberichte zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte und Sie können sich außerdem einen Überblick darüber verschaffen, wie der jeweilige Hitzemelder bei anderen Kunden ankommt.

Sie brauchen erst einmal die grundlegenden Informationen zum Thema Hitzemelder? Kein Problem! Wir helfen Ihnen anhand unserer nachfolgenden Checkliste einen Überblick über die wichtigsten Punkte zu bekommen, die Sie beim Kauf eines Hitzemelders beachten sollten. Alle der kurz zusammengefassten Stichpunkte führen wir weiter unten außerdem genau aus, sodass Sie mit genügend Informationen versorgt werden.

Checkliste beim Kauf eines Hitzemelders

  • Lieber zu laut, als zu leise: Mit 85 bis 90 Dezibel sollte ein Hitzemelder so laut sein, dass wirklich jeder Bewohner zuverlässig aus dem Schlaf gerissen wird.
  • Stand-Alone-Modelle für kleinere Immobilien, Vernetzung per Funk in größeren Gebäuden: In größeren Gebäuden hört man am einen Ende nicht, was am anderen passiert. Deshalb sind Funkverbindungen unter den einzelnen Hitzemeldern unverzichtbar.
  • Nur geprüft ist gut: Hochwertige Hitzemelder verfügen über die Prüfsiegel DIN EN 14604, CE, beziehungsweise ISO 9001:2000.
  • Bequeme Installation mit mitgeliefertem Material: Auspacken und loslegen – das funktioniert nur, wenn die entsprechenden Installationsmaterialien bereits mitgeliefert werden.

Übersicht der getesteten Hitzemelder

Gerät Bewertung Preis
1

Ei Electronics EI603TYC-D

92.666666666667
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2

mumbi HM100

91.666666666667
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3

Elro RM127K

85.666666666667
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4

ABUS RM20

83.666666666667
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5

Bavaria BARM6

74.666666666667
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Funktionsweise von Hitzemeldern

Die Funktionsweise von Hitzemeldern ist sehr einfach zu verstehen. Die Geräte messen die Umgebungstemperatur und erkennen, sobald diese extrem schnell ansteigt. Bei einer gemessenen Temperatur von ungefähr 58°C bis 60°C schlagen sie Alarm um die Bewohner zu warnen. Das bedeutet wiederum, dass das Feuer bereits im Gange sein muss, um die Geräte zum Auslösen zu bringen.

Unterschied zwischen Rauchmeldern und Hitzemeldern

Parkhaus

Im Gegensatz zu Rauchmeldern, reagieren Hitzmelder auf Staub und Dampf nicht mit einem Fehlalarm. Sie eignen sich daher auch perfekt für Orte wie Garagen oder auch Badezimmer. [1]

Auf den ersten Blick lassen sich Rauch- und Hitzemelder nicht so leicht unterscheiden und vielen Verbrauchern ist der Unterschied auch aufgrund der optischen Ähnlichkeit nicht ganz klar. Dabei ist dieser leicht erklärt: Rauchmelder erkennen Rauch in der Luft und lösen dann Alarm aus. Das bedeutet, dass sie Sie bereits in einem sehr frühen Stadium des Brandes warnen.

Allerdings kommt es in Räumen mit großer Dampfentwicklung oder viel Staub, wie zum Beispiel im Badezimmer und in der Küche, beziehungsweise im Dachboden oder Keller, häufig zu Fehlalarmen. Genau dort werden Hitzemelder eingesetzt. Diese stören sich nicht an Dampf oder Staub, sondern lösen nur bei zu hoher Umgebungstemperatur einen Alarm aus. Sie melden das Feuer damit meist in einem späteren Stadium.

Die unterschiedlichen Typen von Hitzemeldern

Stand-Alone-Hitzemelder

Stand-Alone-Hitzemelder arbeiten, wie am Name bereits zu erkennen ist, unabhängig von anderen Geräten. Sie werden in kleineren Wohnungen eingesetzt, wo man von allen Zimmern aus hören kann, wenn in einem der anderen Räume der Alarm ausgelöst wird.

Funk-Hitzemelder

Funk-Hitzemelder unterscheiden sich in ihrer Funktion nicht von Stand-Alone-Modellen. Allerdings werden sie vor allem in größeren Wohnhäusern oder auch Firmen verwendet, wo man die Ohren niemals überall haben kann. Egal an welchem Gerät der Alarm ausgelöst wird, wird dieser an alle anderen vernetzten Hitzemelder weiter geleitet. Auf diese Weise kann ein Feuer nicht überhört werden, auch wenn man sich in einem anderen Teil des Gebäudes befindet.

In kleinen bis mittelgroßen Wohnungen genügen Stand-Alone-Hitzemelder. Bei mehreren Etagen oder in Firmengebäuden müssen es dagegen Modelle sein, die per Funk vernetzt sind.

Die Unterschiede bei der Batteriewahl

Wer sich dafür entscheidet, einen Hitzmelder zu kaufen, der mit 9 Volt Batterien betrieben wird, muss sich unter Umständen darauf einstellen, diese jährlich zu wechseln.

Wer sich dafür entscheidet, einen Hitzmelder zu kaufen, der mit 9 Volt Batterien betrieben wird, muss sich unter Umständen darauf einstellen, diese jährlich zu wechseln. [2]

Hitzemelder sind genau wie Rauchmelder in den meisten Bundesländern bereits Pflicht und werden es in den verbleibenden Teilen Deutschlands innerhalb der nächsten Jahre. Sie müssen alle 10 Jahre ausgewechselt werden, um die optimale Funktionsweise zu garantieren.

Ein großer Unterschied zwischen den Modellen besteht in der Wahl zwischen Geräten mit fest verbauter oder wechselbarer Batterie. Bei ersteren handelt es sich um Langzeitbatterien, welche 10 Jahre halten sollen und somit anschließend gemeinsam mit dem Hitzemelder entsorgt werden können. Die anderen Geräte werden meist mit gewöhnlichen 9 Volt Batterien betrieben, welche je nach Modell bereits nach einem Jahr gewechselt werden müssen.

Wer nur einige wenige Geräte im Haus hat, mag sich am Batteriewechsel nicht stören. Überlegen Sie aber einmal, wie groß der Aufwand beispielsweise in einer Firma ist. Muss die Batterie nicht gewechselt werden, so können Sie das auch nicht aus Faulheit herausschieben und die Sicherheit ist immer gewährleistet.

Jedes Gerät sollte außerdem über einen Piepton verfügen, welcher anzeigt, dass die Batterie langsam leer wird und gewechselt werden oder das ganze Gerät ausgetauscht werden muss. Dieser Piepton sollte 30 Tage lang anhalten, sodass Ihnen genug Zeit bleibt, sich um Nachschub zu kümmern.

Wer ungern auf Leitern klettert oder viele Hitzemelder besitzt, ist mit einer fest verbauten Batterie gut beraten.

Die wichtigsten Qualitätsmerkmale bei Hitzmeldern

Auf die folgenden Dinge sollten Sie besonders achten, wenn Sie gerade dabei sind einen Hitzmelder zu kaufen. Wenn Sie auf diese Aspekte achten können Sie beim Kauf alles in allem nicht viel falsch machen.

Prüfsiegel zeugen von Qualität

Hochwertige Hitzemelder lassen sich an den entsprechenden Prüfsiegeln erkennen. Dazu zählen neben dem TÜV und dem CE-Siegel, auch die Prüfung nach DIN EN 14604. Alle diese Prüfzeichen lassen sicher erkennen, dass das Gerät den Vorschriften entsprechend geprüft wurde.

Auch das VdS-Prüfsiegel ist ein guter Indikator für ein hochwertiges Gerät. VdS (Vertrauen durch Sicherheit) ist eine unabhängige Institution, welche sich die sachgemäße Prüfung verschiedener Geräte im Bereich Security und Brandschutz auf den Leib geschrieben hat. Sie können den getesteten Produkten damit absolut vertrauen.

Die richtige Lautstärke

Je lauter und unangenehmer das Geräusch ist, desto besser. Schließlich soll ein Hitzemelder davor retten, zu verbrennen oder im Rauch zu ersticken. Er sollte deshalb eine Lautstärke von 85 bis 90 Dezibel erreichen.

Auch die Optik spielt eine Rolle

Sicherlich muss ein Hitzemelder keinen Schönheitspreis gewinnen, trotzdem ist sein Äußeres nicht ganz unwichtig. Die meisten Modelle sind deshalb besonders schlicht in weiß gehalten. So fallen sie an den meisten Decken kaum auf. Tun sie das doch, sollte dies kein Grund zur Beschwerde sein. Denken Sie immer daran, dass die Geräte ständig über Ihnen wachen und Ihnen im Notfall das Leben retten können.

Freund und Feind: die LED

Viele Hitzemelder verfügen über eine LED, welche anzeigt, dass die Geräte noch in Betrieb sind und Sie sich als Bewohner keine Sorgen machen müssen, ob sie im Notfall auslösen oder nicht. Gerade in Schlafräumen können die blinkenden LED-Lichter allerdings etwas störend sein. Deshalb sollten Sie je nach Raum ein Modell mit, beziehungsweise ohne LED wählen.

Bildnachweise:

[1] PublicDomainPictures / Pixabay.com
[2] MD111 / flickr.com