architektenhaus

Architektenhäuser stehen für Individualität. In der Regel sind es Bauten, die so einzigartig sind wie der Besitzer selbst. Auch wenn Fertighausproduzenten selbstverständlich auch mit Architekten zusammenarbeiten, erweckt die Bezeichnung Architektenhaus die Vorstellung von auf den Bauherrn passgenau zugeschnittener Form und Großzügigkeit sowie von Freiheit und Reichtum. Dabei sind es nicht allein die finanziell gut ausgestatteten Auftraggeber, die sich ein Architektenhaus leisten. Jeder kann sich heute den Traum eines Architektenhauses erfüllen. Dies ist alles eine Frage der Planung und Kalkulation. Umso wichtiger ist der richtige Rundumschutz für Ihre Immobilie und seine Bewohner.

Doch wie verhält es sich bei Architektenhäusern mit der Sicherheit? Nachdem die Einbruchszahlen über Jahre beständig zugenommen haben, lässt sich erst seit Kurzem ein Rückgang der Delikte verzeichnen. Dennoch besteht kein Anlass zur Beruhigung, denn viele Einbrecher werden nicht einmal gefasst. Um den wachsenden Sorgen der Bürger Rechnung zu tragen, hat die Politik erste Maßnahmen eingeleitet. Das Thema Sicherheit spielt eine immer größere Rolle. Denn Selbstschutz ist Schutz vor Einbruch, auch wenn es kein hundertprozentig sicheres Haus gibt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ein Programm zur Förderung des Einbruchschutzes aufgelegt, die Polizei informiert mit einer eigenen Initiative „Zuhause sicher“. Wie steht das Architektenhaus unter diesem Vorzeichen da? Muss es mehr oder weniger gesichert werden als andere Häuser? Worauf müssen Sie sich als Besitzer eines Architektenhauses einstellen? Und schließlich: Sind Sie in Ihrem eigenen Architektenhaus sicher?

Nicht nur Ästhetik und Energieeinsparung, sondern auch Sicherheit

Bewusst haben Sie sich für ein Architektenhaus entschieden, möglicherweise gerade für eine freie und offene Bauweise – ohne Zäune, ohne Barrieren, ohne Hindernisse. Ihr Haus hat große Glasflächen, die unter Umständen bis zum Boden reichen, und Rasenflächen, die scheinbar nahtlos in ihre Umgebung übergehen? Ein Architektenhaus ist keine Demonstration von Luxus und kein Leben wie auf dem Präsentierteller, sondern kalkulierte Distinktion? Dafür haben Sie sich bewusst entschieden und für Sie ist klar: Ihr Architektenhaus wollen Sie gerade nicht in eine Festung umbauen lassen – aller Reiz dieser einzigartigen Weise, zu wohnen und zu leben, wäre dahin.

Schwachstellen benennen

Die Schwachstellen eines Architektenhauses unterscheiden sich nicht wesentlich von denen eines Fertighauses oder Systembaus. Tatsächlich sind die neuralgischen Punkte eines einzeln stehenden Einfamilienhauses laut der Internetseite bauen.de immer dieselben: Nicht selten offen stehende, meist jedoch unvergitterte Kellerfenster und Keller-Lüftungsschächte, die – oft bodentief reichenden – Terrassentüren vorne, an der Seite und hinten, Garagentore oder Garagen als Hilfe, um höhere Stockwerke zu gelangen, vom Boden aus zu erreichende Fenster sowie die Haustüren. Diese Aufzählung verzeichnet die empfindlichen Stellen auch des Architektenhauses. Dort dringen die Diebe ein, oft in Sekundenschnelle und tatsächlich auch häufig am hellichten Tag.

Sicherheit im Architektenhaus – Maßnahmen ergreifen

Fensterverriegelungen und Aushebelsicherungen, Rollläden, einbruchssicheres Glas etwa für einen Wintergarten, einbruchshemmende Garagentore sowie Bewegungsmelder und Alarmanlagen – es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Haus sicherer machen und vor Einbruch schützen können. Folgen Sie dabei ruhig den Empfehlungen der Polizei und der mit ihr kooperierenden Sicherheitsfachleute. Holen Sie sich bei der Polizei Rat, wie Sie Ihr Anwesen so ausstatten können, dass alle notwendigen Maßnahmen zu Ihrem Schutz und zur Sicherheit Ihres Hauses getroffen werden. Auf Wunsch kommt die Polizei auch zu Ihnen nach Hause und erklärt Ihnen die besten Maßnahmen. Die Freizügigkeit Ihres Architektenhauses büßen Sie damit nicht ein. Im Gegenteil: Ein klug geplantes Architektenhaus ist mit bestimmten Ausstattungsmerkmalen schon auf die neuesten technischen Möglichkeiten vorbereitet.

Staatliche Förderung nutzen

Auch hier gilt: Sicherheitsmaßnahmen kosten Geld. Nutzen Sie die verschiedenen Möglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Im Rahmen eines ihrer Programme – „Altersgerecht Umbauen“ – können Mieter und Eigentümer Zuschüsse in Anspruch nehmen, außerdem zinsgünstige Kredite beantragen. Immerhin in Höhe bis zu 50.000 Euro. Außerdem bezuschusst die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausschließlich Maßnahmen zum Einbruchschutz mit bis zu 1.500 Euro oder 10 Prozent der förderfähigen Kosten.

Die Maßnahmen im Einzelnen

Das Einfachste zuerst: Sicherlich schreckt die meisten Einbrecher die Tatsache, dass jemand im Haus ist, ab. Insofern empfiehlt es sich zunächst einmal, Anwesenheit vorzutäuschen – etwa durch eine Beleuchtung, die mit Zeitschaltuhren gekoppelt ist. Selbstverständlich dürfte auch sein, keine Schlüssel im vorderen Bereich vor dem Haus liegen zu lassen. Auch Einbruchshilfsmittel wie Mülltonnen und Leitern sollten so gesichert sein, dass sie nicht zweckentfremdet werden können. Entfernen Sie außerdem von Eimern, sofern sie draußen stehen bleiben, die Metallgriffe – sie werden gerne als Drahtangeln für den Einbruch durch das Fenster oder die Terrassentür verwendet. Zum Spektrum der durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten Maßnahmen gehören beispielsweise einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren sowie deren Nachrüstung, des Weiteren Nachrüstsysteme für Fenster und für den Einbau von Gittern und Rollläden. Haustechnik dient nicht nur der Energieeffizienz, sondern auch dem Schutz vor Einbruch und Diebstahl: So können Sie also Kamerasysteme, baugebundene Assistenzsysteme wie Gegensprechanlagen sowie infrarotsensible Bewegungsmelder im Verbundsystem einer Hausautomation für die Sicherheit Ihres Architektenhauses einbauen lassen.

Sicherheit als ein Verbundsystem planen

Was den Einbrecher relativ schnell von seinem Vorhaben Abstand nehmen lässt, ist neben Lärm und Licht einfach die übermäßige Investition an Zeit. Dauern seine Anstrengungen zu lang, benötigt er mehr als ein paar Sekunden, bieten ihm Türen und Fenster Widerstand, dann lässt er bald von seinem Vorhaben ab. Schnelligkeit ist schließlich einer seiner Vorteile auf seinen Diebestouren. So ist es ratsam, ein gut aufeinander abgestimmtes Abwehrsystem zu installieren. Mit einer Smart-Home-Installation lässt sich auch Ihr Architektenhaus aus der Ferne steuern. Achten Sie bereits beim Bau darauf, dass die Smart-Home-Technik und baugebundene Assistenzsysteme von vornherein eingeplant und umgesetzt werden. Denn Sie sind bei einem Architektenhaus der Bauherr und Sie sind es, der über Ihre Sicherheit ein Wörtchen mitzureden hat. Bestimmen Sie selbst über Ihre Sicherheit.


Quellen:

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